Coronavirus und Schwimmbad – WISSENSWERTES!

Quelle: https://www.baederportal.com/aktuelles/details/coronavirus-umgang-im-oeffentlichen-badbetrieb-1582804800/

Coronavirus: Umgang im öffentlichen Badbetrieb

Sachstand zum Coronavirus – Auswirkungen auf den Bade-/Saunabetrieb:
Wir informieren uns laufend über die Portale der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, das Robert-Koch-Institut, diverse Bundesstellen sowie Betriebsmediziner.
Eine allumfassende, unangreifbare Antwort auf alle Fragen kann leider nicht gegeben werden, letztendlich geht es um Risikoeinschätzungen. Diese fällt nach jetzigem Kenntnisstand so aus, dass eine Übertragung IM oder DURCH das Beckenwasser hochgradig unwahrscheinlich ist, ebenso eine Übertragung durch den reinen Saunabetrieb. An allen Berührungspunkten wie Türgriffen, Handfönen usw. reagieren wir durch eine deutlich gesteigerte Frequenz der Desinfektionsintervalle.
Was immer bestehen bleibt ist die Möglichkeit der Übertragung zwischen infizierten Personen. Diese ist natürlich im Bad ebenso wenig auszuschließen wie andernorts, die Gefahr kann aber durch oftmaliges Händewaschen, schwimmen im chlorierten Wasser und Aufenthalt in heißen Saunen reduziert werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt läuft unter Berücksichtigung aller heute bekannten Fakten unsere Risikobeurteilung darauf hinaus, dass im Schwimmbad und der Sauna KEINE HÖHERE Infektionsgefahr droht, als an anderen normal besuchten Orten. Daher sehen wir derzeit guten Gewissens von einer Schließung ab, bis diese amtlicherseits angeordnet wird.
Durch das Schließen der Schulen ist die Freigabe der Schwimmbereiche Montag bis Donnerstag ab 10 Uhr möglich, Freitag bis Sonntag und in den offiziellen Ferienzeiten bereits ab 9 Uhr. Wir behalten uns vor, bei zu großem Besucheraufkommen den Zutritt zu begrenzen (Grenze bei 500 Personen).

Bitte entscheiden Sie selbst aufgrund Ihrer persönlichen Lebenssituation, ob Sie einen Besuch im Plantsch durchführen möchten oder nicht. Wäre es generell nicht verantwortbar, würden wir schließen. Sofern Sie aber selbst zur Risikogruppe gehören oder gefährdete Personen in Ihrem näheren Umfeld haben, sollte das Risiko aber so weit wie möglich reduziert und ggf. auf einen Besuch verzichtet werden.

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB) informiert zum Umgang mit dem Coronavirus in öffentlichen Schwimmbädern. Angesichts der augenblicklichen Nachrichtenlage stellen sich viele Badbetreiber die Frage, wie aktuell die günstigste Verhaltensstrategie im Hinblick auf die Verbreitung des Coronavirus sein könnte. Vorab ist festzustellen, dass es zum Coronavirus schon viele Daten gibt, aber die tatsächlichen Konsequenzen noch nicht vollständig abgesehen werden können. Offizielle, aktuelle Informationen zum Coronavirus und auch zur persönlichen Prophylaxe gibt es beim Robert Koch-Institut, Berlin: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

Schwimmbäder sind ein öffentlicher Raum – wie Schulen, Kindergärten, Verwaltungen und Universitäten auch. Sie unterscheiden sich von diesen Institutionen durch das Schwimm- und Badebeckenwasser, über das Krankheitserreger theoretisch übertragen werden können. Alle vorliegenden Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass Viren durch das Chlor sicher abgetötet werden. Damit besteht in Schwimmbädern kein größeres Ansteckungsrisiko als in anderen Einrichtungen auch.

Empfehlungen der DGfdB

  1. Alle Maßnahmen sollten unter Berücksichtigung der örtlichen Situation, z. B. der Ansteckungslage vor Ort, und in enger Abstimmung mit den lokalen Gesundheitsbehörden durchgeführt werden.
  2. Die wichtigsten Maßnahmen zur individuellen Prävention einer Infektion mit Viren, dies gilt für Influenzaviren genauso wie für das Coronavirus, bestehen in einer Husten- und Nies-Etikette sowie einer gründlichen Handhygiene. Darauf sollten die Badegäste hingewiesen werden.
  3. Schwimmbäder unterliegen einem strengen Hygienereglement und ihre Flächen und Installationen werden sehr häufig gereinigt und desinfiziert. Zusätzlich zu den Standardmaßnahmen könnten ggf. weitere getroffen werden, z. B. die Wischdesinfektion von Handgriffen und Türklinken.
  4. Badbetreiber sollten, für den Fall, dass vor Ort keine Häufung von Ansteckungsfällen bekannt ist, im Eingangsbereich ein Informationsschreiben für die Badegäste platzieren, das über den Umgang mit dem Corona Virus im Schwimmbad informiert.